Rückblicke
Berichte und Impressionen von unseren Vorträgen, Exkursionen, Führungen und weiteren Veranstaltungen
Zwangsarbeit in der Pfalz im Zweiten Weltkrieg
Vortrag am 1. Oktober 2026
Benedict von Bremen vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde beleuchtete in seinem Vortrag die Zwangsarbeit in der Pfalz während des Zweiten Weltkriegs. Dabei ging er auf unterschiedliche Formen des Arbeitseinsatzes, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Betroffenen sowie auf regionale Beispiele ein.



Stadtmauerrundgang Bad Bergzabern
Führung am 4. Juli 2026
Am 4. Juli 2026 nahm Rolf Übel die Mitglieder der Bezirksgruppe mit auf eine eineinhalbstündige Tour entlang der Bad Bergzaberner Stadtmauer. Ausgangspunkt war das Schloss.
Die Route führte zunächst zum Storchenturm und entlang erhaltener Mauerzüge zum Turm an der Marktkirche. Anschließend erreichte die Gruppe den Bereich der Stadtmühle. Dort erläuterte Übel wie der über eine Ableitung des Erlenbachs gespeiste Stadtgraben die Verteidigung der Stadt unterstützte. Weiter ging es zum Dicken Turm mit seinem rekonstruierten Wehrgang und der dort noch erkennbaren Mauerhöhe von sechs Metern. Über die Mauerreste nahe der Bergkirche führte der Weg schließlich zurück zum Schloss.
Dass die nach der Stadtrechtsverleihung von 1286 errichtete Stadtmauer der Bevölkerung oft nur trügerische Sicherheit bot, verdeutlichte Übel am Beispiel der Eroberung Bad Bergzaberns durch die Truppen Kurfürst Friedrichs des Siegreichen und der Ereignisse des Bauernkriegs von 1525. Obwohl die Stadtbefestigung zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelassen und teilweise geschleift wurde, sind bis heute 60 Prozent von ihr erhalten. Zwölf Informationstafeln entlang des 1,4 Kilometer langen Rundwegs vermitteln Wissenswertes zu den einzelnen Stationen und laden dazu ein, die Geschichte der Stadt auch individuell zu erkunden.
Besuch auf dem Slevogthof
Führung am 1. Juli 2026
Auf Einladung von Thorsten Holch besuchte am 1. Juli 2026 eine Gruppe der Mitglieder der Bezirksgruppe Landau des historischen Vereins der Pfalz den Slevogthof, unterhalb der Burgruine Neukastell. Das direkt von den Nachfahren des Malers Max Slevogt erworbene Anwesen befindet sich aktuell im Prozess der denkmalgerechten Restaurierung. Der Eigentümer hat die Gruppe über die Historie des Anwesens, ganz besonders aber die Nutzung durch den Maler und seine Familie sowie die noch vielfach originale Ausstattung des Außenhandels souverän informiert und die Perspektiven der weiteren Sanierung erläutert.
Das intime Ambiente und die sensible Restaurierung lassen erwarten, dass das Gesamtensemble in wenigen Jahren zu einer kulturgeschichtlichen Perle der Region avanciert. Die stilvolle Führung endete mit einem kleinen Empfang auf der Panoramaterrasse vor der Bibliothek mit einem herrlichen Ausblick auf die Südpfalz. Begeistert blicken wir auf diese stimmungsvolle Nachmittagsexkursion zurück.
Führung auf dem Hambacher Schloss: Kooperationsveranstaltung zwischen den Bezirksgruppen Landau und Neustadt
Auf Initiative aus der Bezirksgruppe Landau hatte sich der wissenschaftliche Geschäftsführer der Stiftung Hambacher Schloss, Dr. Kristian Buchna, bereit erklärt, am 9. Juli 2026 durch die Wiege der deutschen Demokratie, die umgangssprachlich als Keschde-Burg bekannte Lokalität des Hambacher Schlosses zu führen. Sowohl die historischen, wirkungsgeschichtlichen als auch erinnerungspolitischen Facetten wurden den teilnehmenden Mitgliedern souverän und höchst differenziert erschlossen. Die Perspektiven, die sich mit Blick auf das anstehende 200-jährige Jubiläum ergeben, wurden in den Blick genommen und mögliche Optionen und das dynamische Entwicklungspotential vorgestellt und diskutiert. Beeindruckt von der dynamischen Zukunftsperspektive haben die Anwesenden diesen gemeinsamen Nachmittag in äußerst positiver Erinnerung.










